Haus Raphael, Klinik Königshof

Erweiterung Haus Raphael

 

Mit dem Ziel neue Wohnformen bei der stationären Lebensbegleitung zur weitgehenden Erhaltung der Selbstbestimmung anzubieten, hat sich der Bauherr entschlossen kleine Wohneinheiten zu gestalten, um ein Zuhause erlebbar zu machen.
Diese zukunftsorientierte Lebensform bietet die Möglichkeit, Bewohnerinnen und Bewohner aufgrund ihrer individuellen Biographien zu integrieren, wenn ambulante Versorgung im gewohnten Umfeld nicht mehr ausreicht, oder aus persönlichen Gründen nicht angezeigt ist.

 

Zwei Hausgemeinschaften mit je 8 Bewohnerinnen und Bewohnern leben in je einer großzügigen und komfortabel ausgestatteten Etagenwohnung in der 1. Etage.
Die familiäre Gestaltung mit Wohnküche, Speiseraum, Wohnzimmer und einer Terrasse bietet die Möglichkeit des Gemeinsamen und des Rückzugs.
Einzelzimmer, 1 Doppelzimmer für Paare und eigene behindertengerecht gestaltete Innenbäder sind so selbstverständlich wie die eigenen Möbel, Gardinen, Dekorationen und Tapeten.
Ein Bereich für 10 bettlägerige Bewohnerinnen und Bewohner im Erdgeschoss zeigt eine neue Pflege- und Betreuungsphilosophie für immobile Bewohnerinnen und Bewohner.
Die großzügigen Einzel- oder Doppelzimmer mit befahrbaren Innenbädern sind individuell und wohnlich gestaltet. Die Aufenthaltsbereiche- und Terrassen sind mit Betten zu befahren. Immobilität ist nicht der Verlust aller Lebensinhalte.

 

Lage / Architektur
Der neue Gebäudekomplex greift die vorhandene Baustruktur auf und bildet eine lineare Erweiterung des östlichen Gebäuderiegels.
Das Gebäude wurde in zweigeschossiger Bauweise errichtet und überbaut mit dem Obergeschoss behutsam einen Teil des Altbaus. Die Überbauung des Bestandsgebäudes wurde minimiert, damit die Belichtung des Innenhofes und der bestehenden Bewohnerzimmer nicht beeinträchtigt wird, aber dennoch ein sparsamer Flächenverbrauch des Neubauteils den größtmöglichen Erhalt der wertvollen Parkfläche ermöglicht.
Ein neuer Eingang bildet das Bindeglied zwischen dem Bestandsgebäude und dem Neubau und verschafft den beiden Wohngruppen die gewünschte und notwendige Eigenständigkeit.
Das Erdgeschoss wurde mit dem Bestandsgebäude direkt verbunden, so dass eine gruppen- übergreifende Versorgung gewährleistet ist.
Es entstanden 26 neue Bewohnerplätze in Form von 24 Einzelzimmern und einem Doppelzimmer.
Die Zimmer erhielten in den beiden Wohngruppen jeweils eine eigenständige, dem Zimmer zugeordnete Nasszelle. In der bettlägerigen Station wurden die Nasszellen für je zwei Bewohner zu einer großen, mit Duschwagen befahrbaren, pflegebadähnlichen Einheit verbunden. Diese Nasszellen ermöglichen eine zimmerorientierte und bewohnernahe Pflege.

Projektdetails

  • Erweiterung des geronto-psychiatrischen Pflegeheims
  • Juli 2001 – Oktober 2002
  • 4.600 m³, 1.300 m²
  • 1.888.000 EUR

 

Bauherr

Fachkliniken der Neusser Augustinerinnen gGmbH
Am Dreifaltigkeitskloster 16
47807 Krefeld